Schlemmern in Paris für wenig Geld : French Foodie’s 12 Top Tipps

HostelsClub hat sich mit French Foodie – einer in Dublin lebenden französischen Food Bloggerin – getroffen. Sie war so nett mit uns ihre 12 Top Tipps für günstiges und zugleich leckeres Essen in Paris zu teilen. French Foodie liebt das Reisen und schreibt dabei gerne über ihre Erfahrungen mit lokalen Speisen in Dublin und der Welt: Ihr könnt auch gerne ihren einzigartigen Blog besuchen unter: Frenchfoodieindublin

Check out Paris Hostels

Typisches und leckeres Essen in der Hauptstadt Frankfreichs geht auch ohne ausgefallene Restaurants und teure Drinks. Hier sind einige Hinweise zum Probieren französischer Delikatessen: Essen und Trinken wie ein echter Pariser und zugleich die überall lauernden Touristenfallen vermeiden. Wir geben euch keine genauen Orte oder Restaurants vor, sondern eher allgemeine Tipps über das Essen in Paris. So wird auch euer Paris Aufenthalt zu einem wahren Leckerbissen. 

1.          Vermeidet an berühmten Sehenswürdigkeiten gelegene Restaurants und Caffès. Die meisten dieser Plätze servieren Speisen geringerer Qualität und verlangen oft deutlich mehr als üblich. Essen/Trinken am Champs Elysees, in der Nähe des Sacré Coeur oder unter dem Eifelturm ist zwar verlockend, aber die meisten Bars sind gnadenlos überteuert und/oder servieren nicht die beste Qualität der Speisen. Generell gilt, dass ich alle Plätze mit einem Schild „Touristenmenü“ vermeide, vermutlich würdet ihr eh mit einem Essen aus der Dose abgespeist werden und so kein echtes französisches Essen erleben.  Der Champs Elysees ist eine der teuersten Gegenden für einen Drink speziell auf der Terasse! Ich würde euch empfehlen Richtung St Germain, Rue Mouffetard (obwohl sehr touristisch), Bastille und dem Stadtviertel Marais für sowohl französische Speisen als auch Drinks aufzubrechen.

2.          Zum Frühstück, wenn euer Paris Hostel keine Frühstücks Möglichkeiten bietet, könnt ihr auch einfach einen Happen von frischen Croissants, pains au chocolat und vielen anderen Delikatessen bei einem Bäcker für ein echtes französisches Frühstück besorgen. Ihr könnt es immer zu eurer Unterkunft bringen und dort genießen (Bäcker findet man an jeder Ecke), oft haben die Bäckereien auch Sitzmöglichkeiten.

3.          Brunch ist beliebt in Paris. Zunächst kann es etwas teuer erscheinen, üblich sind mindestens 16 €. Dafür bekommt ihr aber auch ein sehr umfangreiches Menü (heiße Gerichte, Früchte, warme Getränke, frische Säfte, Kuchen und andere Backwaren, Brot und Zerealien). Viele Bars bieten Brunch an und teilweise sogar in der Form eines Buffets. Ihr müsst bedenken: Es ist Frühstück und Mittagessen zur gleichen Zeit: Ihr habt somit schon für 2 Mahlzeiten vorgesorgt und bezahlt. Zudem sind die Portionen meist so groß, dass ihr nur ein leichtes Abendessen benötigen werdet.

 

4.          Für günstige Mittagessen besucht kleine Brasserien und Pariser Bistros. Sie servieren oft einfache traditionale französische Gerichte und dies viel günstiger als klassische Restaurants. Es geht auch darum die typische Atmosphäre zu erleben. Einheimische gehen zu Brasserien in ihren Mittagspausen. Auch wenn die Kellner ein wenig mürrisch wirken, seid nicht beleidigt oder überrascht, es ist ziemlich normal. Versucht “Plat du jour” (das Tagesgericht), oft zwischen 10-12 €. Große Salate sind lecker und kosten um die 15 €, oft habt ihr dabei eine große Auswahl (warmer Ziegenkäse, Lachssalat, Foie gras („fette Leber“)/fritierte Kartoffeln und einen Nizzasalat findet man nahezu überall). Eine weitere günstige Option ist ein Sandwich oder  Croque-Monsieur  (sowas wie ein Schinken-Käse-Toasty).

5.          Kostenloses Essen? Stell dir das vor! Ja, was ihr bestimmt nicht wisst ist, dass einige Pariser Restaurants sich dazu entschlossen haben, kostenloses Essen zu servieren. Oft wird “Couscous” oder “Moules frites” (Muscheln und Pommes) angeboten. Die Speise ist kostenlos, aber nicht die Drinks (einige Restaurants verlangen eine bestimmte Mindestanzahl an Getränken). Couscous ist eines der französischen Lieblingsgerichte, eigentlich aus Nordafrika, mit Gemüse und Fleischbeilagen serviert mit Couscous. Eine großartige Aktion, um Leute zusammenzubringen.

6.          Lebensmittelmärkte gibt es reichlich und ihr könnt Qualitätsprodukte dort kaufen und nach Hause bringen. Die beliebtesten Märkte sind Marché d’Aligre (12. Stadtbezirk) und “Marché des Enfants Rouges” (3.Stadtbezirk) und zugleich auch Must-Sees für jeden Feinschmecker in Paris.

7.         Mit seinen vielen Parks ist auch ein Picknick eine gute Möglichkeit um Geld zu sparen und frische französische Speisen zu probieren. Kauft einige französische Produkte in Bäckereien, Käsegeschäften oder Delikattessengeschäften, nehmt Plastikbesteck aus einem nahen Supermarkt mit und genießt euer kleines Picknick. Ich persönlich bevorzuge Place des Vosges, Jardin des Tuileries und das traumhafte Buttes Chaumont. Für ein wenig Romantik, macht es wie die Pariser und macht euer Picknick entlang der Seine, dort gibt es unzählige schöne Stellen nahe der Ile de la Cité. Auf diese Art und Weise könnt ihr die Notre Dame sehen und zugleich euer Baguette knabbern.

8.    Paris ist eine  sehr kosmopolitische Stadt und besitzt eine große asiatische Gemeinschaft. Der 13.Stadtbezirk ist ein kleines Chinatown mit vielen chinesischen Restaurants. Ich liebe vietnamesisches Essen in Paris! Es gibt viele kleine und überhaupt nicht teure Vietnamesen ringsum Paris. Ihr könnt ein ganzes Menü schon für 7 € bekommen, was insofern gut ist, dass ihr wenig Geld ausgebt und zugleich etwas anderes probiert.

9.     Seid euch bewusst, dass Essen/Trinken auf Terassen teurer ist.  Es ist ein typisches liebevolles Pariser Ding: Mit einem Kaffee oder Bier in der Hand, auf vorbeilaufende Leute schauend  und sich dabei selbst der Welt zeigend, aber seid nicht überrascht, wenn ihr dafür ein wenig (oder viel) mehr bezahlen müsst. Normalerweise ist es auf der Speisekarte geschrieben- im Kleingedruckten.

10.      Es kann schwierig sein etwas Essbares zu jeder Tageszeit zu finden, sucht nach dem Schild “service continu“. Das bedeutet, dass die Küche den ganzen Tag über geöffnet ist, die meisten Brasserien handhaben dies so. Mittagessen ist üblicherweise zwischen 12 und 14 Uhr, während Abendessen um 20 Uhr serviert wird.

11.     Trinkgeld geben ist nicht gang und gäbe. Der Service ist in den Preisen eingebettet und die allgemeine Regel lautet nur Trinkgeld zu geben, wenn ihr mit dem Service zufrieden seid.

12.     Wusstet ihr, dass es jedes Jahr in Paris einen Das beste Baguette in Paris Award gibt? 2012 erhielt Boulangerie Mauvieux (159 rue Ordener, 75018 Paris) diese Auszeichnung. Überprüft es doch selbst einmal.

 

Zum Abschluss, könnt ihr Paris nicht verlassen ohne diese Gerichte probiert zu haben:

–          Französische Zwiebelsuppe

–          Ein echtes Pariser Baguette

–          Ein Butter-Croissant/pain au chocolat

–          Makronen (Die bekanntesten Läden sind Ladurée und Pierre Hermé)

–          Crêpes

–          Schnecken (Nicht schauen, einfach essen!)

–          Croque Monsieur oder Madame

–          Foie gras („fette Leber“)

–          Steak frites oder Moules frites

–          gemischte Käse- und Fleischplatte in einer Weinbar

–          Coq au vin

–          Enten Confit

–          Perigord Salat (in den meisten Brasserien)

–          Boeuf Bourguignon (Burgunder Fleischgericht)

Ihr könnt nicht wirklich Paris erleben ohne die gastronomischen Höhepunkte kennengelernt zu haben. Diese 12 Tipps sollten euch dabei helfen eure Erfahrung rund ums Essen authentischer zu gestalten.

Bon Voyage und Bon Appetit!

 

Vielen Dank an French Foodie für diese Tipps und die Bilder; weitere Tipps für euren Gaumen findet ihr bei Frenchfoodieindublin

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